Matschige Strecken, starke Leistungen
Der 12. Klippenlauf des Ausdauersportvereins Marathon Ibbenbüren hat mit einer erneut starken Beteiligung an das hohe Niveau des Vorjahres angeknüpft – auch wenn die Rekordmarke diesmal knapp verpasst wurde. 1150 Läuferinnen und Läufer erreichten das Ziel und sorgten damit für das zweithöchste Ergebnis in der Geschichte der Veranstaltung.
Die äußeren Bedingungen präsentierten sich allerdings weniger ideal als im Vorjahr. Vor allem zu Beginn machte Regen den Organisatoren zu schaffen: Die Starts mussten um eine Viertelstunde verschoben werden, da sich viele Teilnehmende in der Halle aufhielten und aufgrund des Wetters nicht ins Freie gingen. Dadurch verzögerte sich auch die Ausgabe weiterer Startnummern. Pünktlich zum ersten Start um 13.15 Uhr hatte der Regen jedoch nachgelassen. Bei Temperaturen um sechs Grad herrschten anschließend insgesamt gut zu bewältigende Bedingungen – einige Aktive gingen sogar im kurzen Laufdress auf die Strecke. Die im Vergleich zum Vorjahr schwierigeren Verhältnisse dürften aber dazu beigetragen haben, dass die Streckenrekorde diesmal unangetastet blieben.
Mit rund 160 Aktiven waren die Niederlande erneut stark repräsentiert. Das Team „Kronos“ der Universität Enschede stellte mit 52 Läuferinnen und Läufern die größte Gruppe und sicherte sich den dafür ausgeschriebenen Preis, einen Gutschein über 50 Liter Bier. Doch nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze wussten die niederländischen Teilnehmenden zu überzeugen, was zahlreiche Podestplätze unterstrichen.
Sportlich setzte auf der Kurzdistanz der Frauen über 12,4 Kilometer mit vier Klippen und insgesamt 240 Höhenmetern einmal mehr Anna Kamp ein Ausrufezeichen. Die für die LG Brillux Münster startende Mettingerin gewann in 54:37 Minuten. „Es war schon sehr matschig heute, dafür hatte ich eigentlich zu glatte Schuhe – es hat aber trotzdem wieder großen Spaß gemacht“, sagte sie im Ziel. Mit rund zwei Minuten Rückstand folgte Meyke Scholman (Kronos) auf Rang zwei. Lea Sophie Neumann vom SV Teuto Riesenbeck kam als Vierte ins Ziel.
„Eine wunderschöne Strecke und ein toller Wettkampf.“
Bei den Männern auf der Kurzdistanz endete die Serie von Andreas Bröring, der sich nach drei Siegen in Folge diesmal mit Platz 2 begnügen musste: Thies Eeltink vom Team Kronos setzte sich in 45:21 Minuten durch, blieb jedoch über der im Vorjahr von Bröring aufgestellten Bestmarke von 45:01 Minuten. Die Plätze drei und vier gingen an Maik Lepper und Pascal Wedeken (beide TV Lengerich).
Im Hauptlauf der Männer über 24,7 Kilometer mit neun Klippen und anspruchsvollen 500 Höhenmetern feierte Raoul Janning (Braunschweiger Laufclub) einen erfolgreichen Einstand. Bei seinem ersten Klippenlauf sicherte er sich in 1:31:46 Stunden gleich den Sieg und verpasste den Streckenrekord nur um wenige Sekunden. „Eine wunderschöne Strecke und ein toller Wettkampf!“, sagte Janning nach seinem Debüt. Bis etwa zur Hälfte der Distanz lieferte er sich ein Duell mit Erik Leusink (HAC‘63), setzte sich dann jedoch ab. Hinter ihm schob sich Martijn Oonk (Kronos) noch auf Rang zwei vor Leusink. Paul Kamp (TV Mettingen) belegte Platz sechs, Eike Henning Meyer (SV Teuto Riesenbeck) wurde Elfter.
Im Hauptlauf der Frauen war die Ausgangslage offen, da Vorjahressiegerin Hannah Arlom krankheitsbedingt nicht antreten konnte. Diese Chance nutzte Gerber Loman (Kronos), die sich in 1:49:49 Stunden mit deutlichem Vorsprung den Sieg sicherte. Anna Schulte vom TV Mettingen lief als Achte ins Ziel.
Abseits der Spitzenplatzierungen gab es noch eine denkwürdige Premiere: Rainer Rottmann, Leiter des Organisationsteams seit der ersten Auflage des Klippenlaufs, nahm erstmals selbst als Aktiver teil. Aus dieser für ihn neuen Perspektive bestätigte sich, was er als Organisator längst wusste: „Es ist einfach eine geile Veranstaltung.“ Mit einer respektablen Zeit von 1:04:44 Stunden belegte Rottmann in seiner Altersklasse (M65) den zweiten Platz.
Zur besonderen Klippenlauf-Atmosphäre trugen neben den zahlreichen Helferinnen und Helfern des ausrichtenden Vereins Marathon Ibbenbüren auch wieder die Cheerleader-Formation „Cheer X-Cess“ des TVI bei. Sowohl beim Start als auch im Ziel sorgten sie lautstark für Stimmung und unterstützten so die Teilnehmenden auf bewährte Weise.
Von Holger Luck (IVZ)
Bildhinweise:
Bild 1 (links): Erste Teilnahme am Klippenlauf und gleich der Sieg auf der Langdistanz für Raoul Janning (l.). Erik Leusink auf Platz drei zollte Respekt.
Bild 2 (rechts): Der größte von zahlreichen Erfolgen für das Team Kronos: Gerber Loman gewann den Hauptlauf der Frauen.























